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Themen!
Ismael ÖDEK (Aus.) gegen Richard SIMKO(Slowakei)
Josef BRAYER(Aus.) gegen Manuel GAROFALO(Italien)
Mohamed FAHR(Aus.) gegen Simone D'ALESSANDRO(Italien)
Dunkle Wolken /
Gelungener Abend /
DANKE /
Spannung hoch Sieben
Der erste Hauptkampf ging um die Internationale Österreichische Meisterschaft nach den Regeln der WKA im Kickboxen mit Lowkick bis 72,5 kg. Ismael ÖDEK vom TOSAN Pro Gym und sein slowenischer Gegner Richard SIMKO vom Octagon Bratislava enttäuschten die Erwartung der Zuschauer nicht. So bekamen diese ein abwechslungsreiches und technisch hochwertiges Duell zu sehen, das während der ganzen sieben Runden lang von Sportlichkeit und Fairness bestimmt war. Keiner der Duellanten zeigte Schwächen. Aufgrund der größeren Anzahl von Treffern wurde Ismael ÖDEK zum einstimmigen Punktsieger.
POWERFIGHT gratuliert Ismael zu seinem ersten internationalen Titel und wünscht ihm alle Gute für die Zukunft, die sicherlich noch viele spannende Kämpfe bringen wird.
TOP^^
Starker Druck
Im zweiten Hauptkampf trafen Josef "Coolman" BRAYER vom KBC Floridsdorf und der Italiener Manuel GAROFALO aufeinander. Garofalo ließ keinen Moment lang Zweifel daran aufkommen, dass er den WPKC-Weltmeistertitel im Vollkontakt bis 67 kg nach Italien mitnehmen wollte. Von der ersten Sekunde an setzte er Brayer mit seinem beachtlichen Stil - stark, schnell und dynamisch - unter Druck.
Offensichtlich war das genau das Richtige für "Coolman" Josef Brayer. Dieser schien durch die große Herausforderung schier über sich selbst hinweg zu wachsen. Mit seiner hervorragenden Technik und den blitzschnellen Reaktionen konterte er eine Attacke nach der anderen - und setzte durch eigene, blitzschnelle Vorstöße deutliche Akzente. Dadurch erzielte er in fast jeder Runde eindeutige Treffer.
Der Kampf war auf neun Runden angesetzt - und in jeder einzelnen Sekunde davon konnte man die knisternde Spannung sowohl zwischen den Kontrahenten als auch im Publikum deutlich spüren. Nur der wirklich hohen Klasse Garofalos war es zu verdanken, das der Sieg für Josef BRAYER mit 2:1 eine Split-Decision war. Für einen ausgezeichneten und spannenden Kampf wie diesen war das eine durchaus faire Entscheidung.
POWERFIGHT gratuliert Joschi zu diesem hart erkämpften Sieg, der er sich wirklich verdient hat. Aber auch Manuel GAROFALO seien an dieser Stelle großer Dank ausgesprochen.
TOP^^
Eine Frage der Kondition
Auch der dritte Hauptkampf stand den beiden ersten in Sachen Spannung und Dramatik keinesfalls nach. Den entscheidenden Kampf um den Weltmeistertitel im Kickboxen mit Lowkick (WKA) bis 86 kg, der auf 12 Runden á zwei Minuten festgelegt war, trugen Mohamed FAHR vom Octagon Pro Gym und Simone D'ALESSANDRO aus Rom untereinander aus. Beide zeigten von der ersten Sekunde an, dass sie es dem Gegner nicht leicht machen würden und sich den Titel sicher wollen. Der 190 cm große D'Alessandro zehrte nicht nur mit seiner hervorragenden Boxtechnik stark an der Kondition von Fahr sondern beeindruckte auch durch Schnelligkeit und einen ernst zu nehmenden Punch.
In der dritten Runde spitze sich die Situation zu: D'Alessandro war zwar schwer angeschlagen, schickte Fahr jedoch mit einem Haken auf die Bretter. Doch Fahr ließ sich dadurch nicht entmutigen: Mit seiner ebenfalls exzellenten Boxtechnik ging er ganz nach Low Kickboxer-Manier immer wieder gegen die Oberschenkel seines Gegners. Dadurch diktierte er nach und nach immer mehr das Geschehen in diesem Kamp.
In Runde Sechs war es dann endgültig so weit: Die Spannung erreichte ihren absoluten Höhepunkt, als die Low Kicks von Fahr Wirkung zeigten. D'Alessandros Oberschenkelmuskulatur verkrampfte so stark, dass der Sportler nicht mehr stehen konnte und wiederholt angezählt werden musste. Sein Coach gab den Kamp für ihn auf, indem er das Handtuch warf. So siegte zuletzt doch Fahr, was der erfahrene Kämpfer durchaus verdient hat.
POWERFIGHT gratuliert Mohamed FAHR zu diesem hart um- und erkämpften Sieg. Aber auch D'Alessandro gebührt große Hochachtung für seine sportliche Leistung, seine Fairness und seinen Kampfgeist.
TOP^^
Dunkle Wolken
Obwohl sich die ganze Veranstaltung durch Fairness und Spannung auszeichnete, stach ein schwarzes Schaf deutlich hervor: Yiltiz ERKAN. Nachdem er von seinem Gegner einen Tiefschlag abbekommen hatte, fing er an, diesen schwer zu kritisieren - obwohl reden während des Kampfes ja verboten ist. Nachdem er daraufhin vom Schiedsrichter disqualifiziert wurde, ging er auch auf diesen los. Die Attacke wurde sogar so schlimm, dass außenstehende Personen eingreifen mussten, um schlimmeres zu verhindern.
Yiltiz ERKAN wurde wegen des schweren Vergehens vom Verband gesperrt und von seinem Club, dem KBC Floridsdorf, verwiesen.
Mit diesem abschreckenden Beispiel will der Verband verhindern, dass noch weitere schwarze Schafe den guten Ruf der fairen Sportler trüben.
TOP^^
Gelungener Abend
Im Großen und Ganzen war der Abend trotz des kleinen Zwischenfalls
mehr als gelungen. Die Ausnahme bestätigt ja bekanntlich die Regel; und so kann man mit Überzeugung sagen, dass alle Sportler gezeigt haben, dass Kickboxen nichts mit dem Streetfighter-Image zu tun hat, das schlechte B-Movies der 80er-Jahre diesem Sport angetan haben. Jeder einzelne Kämpfer legte Fairness, Einsatz und vorbildliches sportliches Verhalten an den Tag und verdient dadurch Dank und Respekt. Nur durch sie konnte die Veranstaltung ein so großer Erfolg werden.
An dieser Stelle möchte POWERFIGHT auch die Leistungen aller Kämpfer dieses Abends loben, die hier nicht namentlich erwähnt wurden. Alle haben ihr bestes gegeben, um das Publikum mit sportlichem Genuss und höchster Qualität zu versorgen. Macht weiter so, Jungs!
TOP^^
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